Antonius Eggersmann im Alter von 92 Jahren verstorben

Eggersmann Gruppe in Trauer um früheren Geschäftsführer

Die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG hat den Tod ihres früheren Geschäftsführers Antonius Eggersmann bekannt gegeben. So sei er am frühen Morgen des 30. Juni im Kreise seiner Familie verstorben. Antonius Eggersmann hatte die Bauunternehmung Fechtelkord & Eggersmann GmbH von 1958 bis 1998 geleitet und zusammen mit seinem Sohn Karlgünter Eggersmann die heutige Unternehmensgruppe gegründet. 

„Integrität fest im katholischen Glauben verwurzelt“

Der am 15. Mai 1934 geborene Antonius Eggersmann hatte 1957 seine Prüfung zum Maurermeister im bayrischen Ansbach abgelegt, nachdem er zuvor bei der Firma Oertker in Warendorf seine Ausbildung absolviert hatte. Nach dem frühen Tod des Bauunternehmers Karl Fechtelkord war er dann von dessen Tochter Johanna Fechtelkord zum neuen Geschäftsführer des Unternehmens in Marienfeld ernannt worden. Im Zuge der Zusammenarbeit lernten sich beide besser kennen und lieben. Durch ihre Heirat entstand die heutige Fechtelkord & Eggersmann GmbH. „Was meinen Vater auszeichnete war nicht nur Unternehmergeist, sondern auch Integrität,“ betont Geschäftsführer Karlgünter Eggersmann als Sohn. „Mein Vater war ein zutiefst gläubiger Mensch und seine Integrität war fest im katholischen Glauben verwurzelt. Auf Ihn war verlass. Er übernahm Verantwortung für andere, wo er nur konnte.“ 

Antonius Eggersmann engagierte sich aufgrund seines Glaubens auch über Jahrzehnte im Gemeinderat von Marienfeld und seine bevorzugten Aufträge waren Sakralbauten. So war sein erstes wichtiges Projekt als neuer Geschäftsführer die Sanierung der historischen Abteikirche von Marienfeld, bei der das Unternehmen die Heizung mit den dazu nötigen Schächten einbaute. Einer seiner letzten großen Aufträge war die neue St. Hedwigs Kirche in Steinhagen. Aus dieser Ausrichtung entstand mit der Zeit eine Spezialisierung auf kommunale Sonderimmobilen. Heute ist Fechtelkord & Eggersmann so beispielsweise als Generalunternehmer für die Errichtung von Schulen, Rathäusern und Feuerwachen weit über Ostwestfalen hinaus bekannt.

Urheber einer ostwestfälischen Erfolgsgeschichte

Die mit ihren drei Geschäftsbereichen »bauen«, »recyceln« und »kompostieren« mittlerweile international aktive Eggersmann Gruppe hatte erst im April ihr 75. Firmenjubiläum gefeiert. „Der frühe Erfolg von Fechtelkord & Eggersmann ist die Grundlage unserer heutigen Unternehmensgruppe. Antonius Eggersmann hat diesen Erfolg durch seine Tatkraft und seine Weitsicht erst möglich gemacht,“ würdigte Geschäftsführer Thomas Hein die Lebensleistung des Verstorbenen. „Er hat unseren guten Ruf in der Region über Jahrzehnte geprägt. Dabei begegnete er den Herausforderungen seiner Zeit immer lösungsorientiert und entwickelte das Unternehmen so konstant weiter. Er vereinte traditionelle Werte sowie einen klaren moralischen Kompass mit einem offenen Blick für Möglichkeiten.“ 1963 hatte Antonius Eggersmann so seine Baustellen beispielsweise mit Zelten überdacht, um der hohen Nachfrage auch bei schlechter Witterung und im Winter nachkommen zu können. Außerdem war er einer der Vorreiter bei der Etablierung des schlüsselfertigen Bauens. Mit seinem Sohn Karlgünter Eggersmann zusammen entwickelte er die Bauunternehmung ab 1985 konsequent zum Generalunternehmer mit den Kernkompetenzen planen, bauen und betreiben weiter. Dabei setzte Antonius Eggersmann schon früh auf standarisierte Bauweisen und Vorfertigung. „Vom vorgemauerten Schornstein bis zum genormten Schweinestall versuchte mein Vater möglichst kosteneffizient zu sein – für seine Kunden und sein Unternehmen. Er war mir damit ein Vorbild und auch nach seinem Ruhestand eine wichtige Stütze bei Fragen,“ führt Karlgünter Eggersmann die prägende Bedeutung seines Vaters aus. Thomas Hein drückte der Familie Eggersmann im Namen der gesamten Gruppe sein Beileid aus: „Wir alle hier in unserer Unternehmensgruppe sind Antonius Eggersmann für seine außerordentliche Leistung zu Dank verpflichtet und sind in Gedanken bei der Familie Eggersmann – ganz besonders natürlich bei seiner Witwe Johanna und seinen drei Söhnen Karlgünter, Christian und Tobias. Wir trauern mit ihnen und hoffen, dass Sie in den vielen schönen Erinnerungen Trost finden werden.“